Bauchdeckenplastik: Ablauf und Methoden

Bauchdeckenplastik

Bei einer Bauchdeckenplastik in Form der totalen Abdominoplastik in Vollnarkose ist generell ein stationärer Aufenthalt in der entsprechenden Klinik von Nöten. Dabei handelt es sich in der Regel um zwei bis vier Tage, wobei dies auch vom Ausmaß der Operation sowie dem Fortschritt der Wundheilung abhängig ist und sich daher auch auf bis zu zehn Tage ausdehnen kann.

Wird hingegen lediglich ein kleinerer Eingriff, die so genannte partielle Abdominoplastik angestrebt, so kann diese unter bestimmten Voraussetzungen auch ambulant erfolgen. In diesem Fall wird anstatt einer Vollnarkose dann eine örtliche Betäubung durchgeführt, bei der Sie in einen leichten Dämmerschlaf versetzt werden.

Zur Straffung der Bauchdecke wird eine Operationszeit von etwa zwei bis drei Stunden benötigt. Wenn Sie in die Narkose versetzt worden sind, beginnt der Eingriff mit einem Hautschnitt im Bereich des Unterbauches, der auf drei verschiedene Arten erfolgen kann. Je nach Ausprägung Ihres Befundes und des Ausmaßes des Eingriffs werden unterschiedliche Vorgehensweisen bezüglich der Schnitttechnik angewendet, wobei es sich um einen Schnitt oberhalb des Schamhaarrandes, einen Schnitt in W-Form oder einen in ankerähnlicher Form handeln kann.

Zudem wird ein weiterer Schnitt um den Bauchnabel herum durchgeführt, um die Haut von diesem zu lösen. Durch diese Methode ist es anschließend möglich, die gesamte Bauchdeckenhaut sowie das Unterhautfett von den Muskeln abzuheben. Diese werden dann operativ in eine straffe Form zurück versetzt, zusammengezogen und entsprechend vernäht, womit stets eine Entfernung des überschüssigen Fettgewebes sowie das Herunterziehen und Beseitigen von überflüssigen Hautlappen einhergehen.

Erzielt werden dadurch eine Straffung der Bauchdecke sowie ein schmalerer Taillenumfang. Je nach Fall kann für ein optisch ansprechenderes Ergebnis auch die Versetzung des Bauchnabels an eine höhere Stelle notwendig sein. Dazu wird dann eine neue Öffnung für den Bauchnabel in der Bauchdecke gebildet.

Zum Abschluss des Eingriffs werden vor dem Zunähen des Schnitts Drainagen gelegt. Dabei handelt es sich um Drainageschläuche, die unter das Operationsgebiet eingeführt werden und dem Abfluss von Blut und Wundflüssigkeit dienen sowie eine zu große Schwellung vermeiden. Diese werden zwei bis drei Tage nach der Operation wieder aus dem Bauchraum entfernt. Anschließend wird die Bauchdecke zugenäht und ein Druckverband zur Begünstigung der Wundheilung angelegt.

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