Bauchdeckenplastik: Risiken und Komplikationen

Bauchdeckenplastik

Bei einer Bauchdeckenplastik bestehen verschiedene Risiken und Komplikationen, die in Folge des operativen Eingriffs auftreten können. Dabei kann es sich unter anderem um Blutungen und Wundheilungsstörungen handeln, wenn sich die Öffnungen in der Haut nach dem Zunähen der Schnitte nur langsam oder nicht gänzlich wieder schließen.

Unter Umständen können die Operationswunden wieder offen liegen, so dass ein erneutes Vernähen erforderlich ist und die Heilung der Wunde insgesamt eine deutlich längere Zeit in Anspruch nimmt. Zudem besteht auch die Gefahr einer Anstauung von Flüssigkeit zwischen der Haut und der Bauchwand, die durch die Operation voneinander abgetrennt wurden und danach wieder zusammenwachsen müssen. Kommt es zu Störungen beim Anwachsen der Haut, kann sich Flüssigkeit bilden, die im Fall von großen Mengen abgesaugt werden muss. Ebenso können, wie bei jeder anderen Operation, auch unerwünschte Reaktionen auf die Narkose oder Infektionen auftreten.

Zu den Risiken gehören aber auch Sensibilitätsstörungen, die insbesondere aufgrund kleinerer Verletzungen der Oberflächennerven auftreten können. Da die Nerven im Bauch bei einer Straffung durchgeschnitten werden, kann es zu einem Gefühlsverlust im operierten Bauchbereich kommen, der zwar lediglich eine vorübergehende Erscheinung ist, aber durchaus mehrere Wochen oder auch Monate anhalten kann. Im Einzelfall kann auch ein permanenter Gefühlsverlust die Folge sein.

Befürchtet werden müssen nach einem operativen Eingriff in Form der Bauchdeckenplastik zudem Komplikationen im Zusammenhang mit der Narbenbildung. Im Regelfall sind die Narben zunächst verdickt und gerötet, werden nach einigen Monaten jedoch heller und flacher. Diese Aufhellung und zunehmende Ebenheit der Narben erfolgt jedoch nicht immer, denn unter Umständen können auch deutlich sichtbare und rote Narben erhalten bleiben. Ein größeres Ausmaß kann dies außerdem annehmen, wenn eine überschießende Narbenbildung eintritt. In diesem Fall entstehen Narben, die mit einer Vermehrung des Bindegewebes an den entsprechenden Stellen einhergehen, die so genannten Keloide. Dabei kann es zu Verschiebungen der Narben und dadurch entstehende Flüssigkeitsansammlungen kommen. Auch das Risiko einer eintretenden Thrombose darf bei einer Bauchdeckenplastik nicht außer Acht gelassen werden, denn trotz entsprechender Präventiv-Maßnahmen durch die Verabreichung von Spritzen und dem Tragen von Thrombosestrümpfen kann diese gefährliche Komplikation, nicht gänzlich ausgeschlossen werden. In der Regel tritt eine Thrombose jedoch selten auf.

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